Lausitzring


Streckenlänge

Trioval: 2.023 mi
Grand Prix Kurs: 4,534 km
Motorradkurs: 4,3 km
Testoval: 5,8 km / Überhöhung bis 43°
Langstreckenkurs: 11,8 km

Der bereits Mitte der 90er Jahre geplante Lausitzring wurde 1998-2000 gebaut. Die Anlage befindet sich in einem ehemaligen Braunkohletagebau, direkt an der Autobahn zwischen Dresden und Berlin. Die Investitionen von 300 Mio. DM übernahm größtenteils das Land Brandenburg. Der Lausitzring wurde im August 2000 eröffnet.

Das Kernstück des Lausitzrings bildet ein 2-Meilen-Oval mit drei Kurven, das für amerikanische CART- und NASCAR-Rennen geplant wurde. Um die Strecke in Amerika vermarkten zu können, wurde sie Eurospeedway genannt. Das flache Gelände ist von den 120000 Zuschauerplätzen rund um das Oval gut einzusehen. Die Zuschauerfreundlichkeit wird als wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Rennstrecken bezeichnet. Innerhalb des Ovals befindet sich der Grand-Prix-Kurs.

Zu der Anlage gehören auch umfangreiche Testeinrichtungen, die für Fahrsicherheitstrainings und die Entwicklung von Straßenautos gedacht sind. Das Testoval ist so überhöht, dass es mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h fliehkraftfrei befahren werden kann.

Im Mai 2001 kam es zu zwei tödlichen Unfällen bei Testfahrten. Michele Alboreto verunglückte mit dem Audi-Sportwagen wegen eines Reifenschadens auf der Teststrecke. Wenig später wurde ein Streckenposten überfahren. Auch beim ersten CART-Rennen kam es zu einem schweren Unfall, in dessen Folge Alessandro Zanardi beide Beine amputiert werden mussten.

Im Jahr 2002 musste die Betreibergesellschaft Insolvenz anmelden, weshalb das CART-Rennen abgesagt wurde.

Grand Prix Kurs
Eine Strecke mit vielen Kurven und einigen Geraden. Es fehlt aber eine lange Gerade, auf der Windschattenfahren möglich ist. Die Kurven sind mittelschnell bis langsam und flüssig zu fahren. Die Strecke ist ziemlich flach, allerdings liegt das Infield etwas tiefer als das Oval. Die Sicherheitsvorkehrungen sind relativ gut.
Die Zielgerade führt zu einem schnellen Bergab-Links-Rechts-S, das in eine mittelschnelle Linkskurve übergeht. Gleich darauf fährt man durch eine langsame Rechtskurve. Es folgt eine sich weitende langsame Linkskurve, die auf die breite Gegengerade führt. Nun wechselt man von der Geraden auf die innere Notspur des Ovals. Hier wird eine mittelschnelle Links-Rechts-Kombination angebremst. Gleich darauf fährt man durch eine mittelschnelle 180°-Linkskurve auf eine Gerade. Nun folgt eine anspruchsvolle mittelschnelle langgezogene Rechtskurve, die auf eine weitere Gerade führt. An deren Ende kommt man zu einer langsamen Linkskurve, die die beste Ausbremsmöglichkeit bietet. Es folgt eine kurze Gerade mit einem Rechtsknick. Nun fährt man durch eine langsame Rechts-Links-Kombination wieder auf das Oval. Man beschleunigt durch die überhöhte dritte Kurve des Ovals auf die Zielgerade.

Trioval
Das Trioval hat drei unterschiedliche Kurven, die leicht überhöht sind. Die Kurven müssen angebremst werden. Auf die erste Kurve folgt die längste Gerade. Die letzte Kurve ist wegen des kleineren Winkels die schnellste und kann fast voll gefahren werden. In den Kurven sind verschiedene Linien möglich, was viele Überholmanöver ermöglicht.





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